Wie im letzten Beitrag versprochen, hier noch ein Nachtrag von unserem Aufenthalt in Singapur von Anfang April. In Kürze gibt es dann auch endlich etwas über Nepal zu lesen.

An unserem Aufenthalt auf Bali haben wir mal wieder gemerkt, wie schnell doch die Zeit auf unserer Reise verfliegt und wie schnell sich Pläne ändern können. Eigentlich wollten wir nur einen kurzen Stopp auf der Insel machen und sie als Sprungbrett für ein anderes Land nutzen, doch wir sind geblieben. Fast drei Wochen lang. Mit einer Mischung aus kurzen Trips und Erholung haben wir nach und nach alle Facetten dieser schönen Insel kennengelernt. Jetzt wird es mal wieder Zeit für etwas Neues.

Wie schonmal erwähnt, haben wir Singapur als nächstes Ziel ins Auge gefasst. Es reicht schon, wenn man den Namen in Google eingibt, um einen Eindruck davon zu bekommen, wie gewaltig der kleine Stadtstaat vor Malaysia erscheint. Und tatsächlich, eine Stadt wie diese haben wir bisher noch nie gesehen. Singapur wirkt wie aus einem Stück aus dem Boden gestampft. Alles erscheint neu, perfekt durchdacht, sicher und sauber. Nur auf die Gegend von unserem Hotel trifft das nicht zu. Neben ein paar anderen Hotels befinden sich hauptsächlich Bordelle in unsere Straße. Aber was solls — es ist nicht einfach, in Singapur spontan ein gutes Hotel zu finden, dass auch noch bezahlbar ist. Die meiste Zeit sind wir sowieso unterwegs, besonders wenn die Sonne untergegangen und sich die Stadt von ihrer besten Seite zeigt (nein, nicht wegen der Bordelle!). Dann strahlt ein Meer aus Lichtern von allen Seiten auf uns, als wäre es noch immer Tag. Die Restaurants und Bars auf den Wolkenkratzern füllen sich. Überall gibt es kleine Events und es ist immer noch genauso viel auf den Straßen los wie am Tag. Auch wenn der Blick auf die Skyline schon an sich spektakulär ist, bei Nacht ist er noch besser.

In der kurzen Zeit, die wir haben, wollen wir natürlich so viel wie möglich mitnehmen. Zuerst besuchen wir die gigantische Orchard Road, die Einkaufsstraße von Singapur, um uns für unsere weitere Reise noch etwas auszurüsten. An der langen Straße befinden sich aber kaum einzelne Geschäfte, sondern es reiht sich ein Shoppingcenter an den Nächsten. Irgendwie etwas zu viel des Guten. Das lässt sich kaum alles erkunden und zum Shoppen sind wir eigentlich nicht hier, also steuern wir gezielt ein paar Läden an und finden bei der riesigen Auswahl schnell alles, was wir noch für Nepal brauchen.

Danach zieht es uns nach Marina Bay. Dies ist wohl die spektakulärste Gegend in Singapur, vor allem durch das gigantische Marina Bay Sands Hotel, ein Gebäude, dass den ganzen Wahnsinn dieser Stadt perfekt darstellt. Auf drei Hochhäuser hat man eine Aussichtsplattform errichtet, die an ein Kreuzfahrtschiff erinnert, dass wohl bei der letzten biblischen Flut dort hochgespült wurde. Direkt daneben befindet sich ein kleineres turbinenartiges Gebäude, das Artscience Museum.

In besagtem Museum besuchen wir eine Ausstellung, in der der Besucher selbst durch geschickte technische Spielereien Einfluss auf das Gesamtkunstwerk hat. So wird zum Beispiel eine animierte Papierstadt, die Singapur darstellen soll, auf eine Wand projektiert. Überall brausen Autos über die Straßen und Flugzeuge oder Ufos schwirren durch den Himmel. Wir nehmen uns ein Stück Papier mit einem Ufo-Vordruck und malen unser eigenes Zweitreise-Ufo aus. Danach wird das Papier über einen Scanner als 3D-Objekt in die Projektion eingefügt und kreist nun ebenfalls über die Stradt. Es ist ein bisschen wie ein Kindergarten für Erwachsene. 🙂

Natürlich darf auch der berühmte Marina Bay Garden nicht fehlen. Die Parkanlage, die von diversen künstlichen „Bäumen“ gesäumt wird, erstrahl bei Dunkelheit in einem zauberhaften Lichtermehr. Bei einer kurzen Lichtshow leuchten am Abend die Bäume im Takt bekannter Filmmusik

Apropos Lichtshow: Wie schon in Sydney, hatten wir auch in Singapur das Glück, während eines großen Festivals in der Stadt zu sein: Das Illumi-Festival. Dafür wurden Rund um das Areal der Marina Bay verschiedene Lichtinstallationen aufgebaut, sowie ein Festivalgelände mit Live-DJs und einen Vergnügungspark. Direkt am Fuße des Marina Bay Sands Hotels wurde mehrmals am Abend eine Lichtshow veranstaltet, bei der bewegte Bilder auf eine Wand aus Sprühnebel projektiert werden. Da staunt man nicht schlecht…

Es gibt also immer etwas zu sehen in dieser bunten und turbulenten Stadt. Das eigentliche Highlight heben wir uns allerdings bis zum Schluss auf. Das Skydeck des Marina Bay Sands Hotel. Wenn wir schonmal hier sind, dann wollen wir auch hoch in das oberste Stockwerk und den Blick auf die Skyline von Singapur schweifen lassen. Doch nicht nur dieser Ausblick ist atemberaubend. Auch auf der anderen Seite schaut man auf die beleuchtetend Gärten mit ihren künstlichen Bäumen und die vielzahl an Schiffen auf dem Meer, die auf die Einfahrt in den Hafen warten. 

Obwohl Singapur nur ein Mittel zum Zweck für unsere Weiterrreise war, sind wir von der Metropole absolut begeistert. Der Glanz und Glamour in dieser Stadt der Superlative ist das krasse Gegenteil von Bali und für uns auf dieser Reise eine ganz neue Welt. Trotzdem wissen wir, dass uns mit Nepal als nächstes Ziel ein Kulturschock der anderen Art bevorsteht. Demnächst gibts dazu mehr.  🙂

One Reply to “Glanz und Glamour”

  1. Hallo Ihr beiden,
    schön mal wieder was von Euch zu hören und zu sehen! Bei Euch gehts ja von einem Extrem ins andere:) Bin mal gespannt was Euch in Nepal für ein Kulturschock erwartet. Viel Spaß dabei!
    Liebe Grüße
    Bernadette

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